Dach Und Wasserführung
Beginne mit dem Dach, weil es das Gebäude am stärksten vor Feuchte schützt. Prüfe Eindeckung, Anschlüsse, Kehlen, First, Schornsteine, Dachfenster, Unterspannbahn, Rinnen und Fallrohre. Wasser muss vom Gebäude weggeführt werden und darf nicht auf Wände, Decken oder Fundamente laufen.
Besonders wichtig sind Anschlussstellen: Schornstein zur Dachfläche, Dachfenster zur Eindeckung, Rinne zur Ecke, Anschluss an aufgehende Bauteile und Durchführungen. Dort entstehen häufig Undichtigkeiten. Wenn das Dach nicht vollständig ist, ist das Gebäude noch nicht wirklich geschlossen.
Fenster, Türen Und Tor
Die Bauelemente müssen zur Bestellung passen: Maße, Farbe, Verglasung, Öffnungsrichtung, Lüftungselemente, Rollläden, Außentüren und Garagentor. Prüfe Lot, Waage, Befestigung, Montagespalt, Bänder, Schaum, Dichtbänder, Fensterbänke und Schwellen. Fenster sollten leicht funktionieren und nicht schleifen.
Bei warmer Montage sind Dichtbänder und Schichten entscheidend. Auch bei klassischer Montage müssen Fugenfüllung, Stabilität und Feuchteschutz geprüft werden. Beschädigungen an Rahmen, Glas oder Beschlägen gehören sofort in das Protokoll.
Dichtheit Und Feuchte
Vor den nächsten Arbeiten sollte klar sein, ob das Gebäude wirklich gegen Regen und Wind geschützt ist. Prüfe Ecken, Unterzüge, Ringanker, Stürze, Dach-Wand-Anschlüsse und Bereiche um Fenster und Türen. Sichtbare Wasserflecken, nasse Stellen oder Kondensat dürfen nicht ignoriert werden.
Feuchte im Rohbau ist nicht immer ein Mangel, braucht aber Ursache und Trocknungsplan. Wenn Haustechnik oder Putz in einem feuchten Gebäude starten, steigen Risiko, Verzögerung und Streit über Verantwortlichkeit.
Bereitschaft Für Haustechnik
Der geschlossene Rohbau sollte die Haustechnik vorbereiten. Prüfe Durchführungen, Schächte, Steigzonen, technische Öffnungen und Zugang zu Räumen. Bestätige Plätze für Verteiler, Technikgeräte, Lüftungsgerät, Heizraum oder Wärmepumpe. Fehlt etwas, müssen Installateure später stemmen oder Leitungen verlegen.
Auch Arbeitsbedingungen zählen: sichere Schließung, provisorisches Licht, Lüftungsmöglichkeit, Stromversorgung und Ordnung auf der Baustelle. Gute Organisation reduziert Schäden an Fenstern, Türen und Dachdetails.
Dokumentation Der Abnahme
Die Abnahme des geschlossenen Rohbaus braucht Fotos und Notizen. Fotografiere jedes Fenster, jede Tür, das Tor, Fensterbänke, Schwellen, Anschlüsse, Rinnen, Dachfenster und alle Stellen mit Verdacht auf Feuchte. Kombiniere Detailfotos mit Bildern, die die Position zeigen.
Das Protokoll sollte Mängel, Fristen, Verantwortliche und den Abnahmestatus enthalten. Sonst beginnen die nächsten Gewerke, während unklare Probleme an Dach oder Fenstern offen bleiben.
Kontrolle Mit BuildIQ
In BuildIQ kann der geschlossene Rohbau als eigene Phase geführt werden: Fenster, Dach, Tor, Fensterbänke, Dichtheit und Nacharbeiten. Jeder Punkt kann Foto, Auftragnehmer, Termin und Status erhalten. So wird die Gebäudehülle nicht nur als Termin im Plan geführt, sondern als geprüfte Liste.
Das hilft besonders vor der Haustechnik. Wenn Elektriker oder Sanitärinstallateur eine Kollision meldet, lässt sich prüfen, ob sie aus Planung, Montage oder einer Änderung auf der Baustelle stammt.
Für spätere Arbeiten ist außerdem wichtig, welche Bereiche bereits endgültig geschützt sind. Wenn Fenster, Türen oder Dachdetails noch offen sind, sollte der Status sichtbar bleiben, damit nachfolgende Gewerke keine empfindlichen Bauteile beschädigen oder Feuchte in den Ausbau bringen.
Häufige Fragen
Kann Haustechnik vor vollständigem Schließen beginnen? Manchmal ja, aber nur bewusst. Wenn Dach, Fenster oder Dichtheit unsicher sind, steigt das Risiko von Feuchte und Schäden.
Was ist wichtiger: Fenster oder Dach? Beides ist kritisch. Das Dach schützt vor Wasser von oben, Fenster und Türen schließen die Gebäudehülle und beeinflussen Dichtheit und Temperatur.
Sollte es eine separate Fensterabnahme geben? Ja. Bestellung, Montage, Schäden, Einstellung und Dichtschichten sollten getrennt geprüft werden.
Vor Dem Geschlossenen Rohbau
- Dach, Anschlüsse, Schornsteine, Kehlen, Rinnen und Fallrohre prüfen
- Fenster, Türen und Tor mit der Bestellung vergleichen
- Montage, Bänder, Schaum, Schwellen und Fensterbänke kontrollieren
- Wasserflecken, Feuchte, Undichtigkeiten und Risikostellen suchen
- Durchführungen, Schächte und Bereitschaft für Haustechnik bestätigen
- alle Elemente vor Folgearbeiten fotografieren
- Mängel, Fristen und verantwortliche Gewerke dokumentieren