Baubudget richtig planen
Warum Baunebenkosten separat ins Budget gehören
Der Hauspreis allein ist nicht das Projektbudget. Beim Grundstückskauf entstehen unter anderem Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Rund um den Bau kommen je nach Projekt weitere Positionen hinzu. Interhyp weist für Baunebenkosten als grobe Orientierung häufig auf 15 bis 20 Prozent hin – die tatsächliche Summe hängt aber stark vom Einzelfall ab. Genau deshalb rechnet dieses Werkzeug Position für Position statt mit einer versteckten Pauschale.
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
Die Länder setzen unterschiedliche Grunderwerbsteuersätze fest. Nach der Übersicht des Deutschen Notarinstituts mit Stand 28. Januar 2026 reichen sie von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein. Bremen liegt seit 1. Juli 2025 bei 5,5 Prozent. Der Rechner übernimmt den Satz automatisch aus dem ausgewählten Bundesland.
Notar und Grundbuch nicht mit Grunderwerbsteuer verwechseln
Notar- und Grundbuchkosten sind eigene Erwerbsnebenkosten. Für die grobe Budgetplanung werden häufig rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises verwendet. Im Rechner ist der Planungswert bewusst editierbar, weil Grundschuld, Art des Rechtsgeschäfts und weitere Vorgänge die tatsächlichen Gebühren verändern können.
Welche weiteren Positionen sollten Bauherren prüfen?
Baugrundgutachten, Vermessung, Genehmigungen, Fachplanung, Erschließung, Hausanschlüsse, Baustrom und Bauwasser, Versicherungen oder Finanzierungskosten können außerhalb des eigentlichen Hauspreises liegen. Bei schlüsselfertigen Angeboten lohnt sich deshalb immer der Abgleich mit Bauvertrag und Baubeschreibung: Eine Position darf nicht doppelt kalkuliert werden, nur weil sie in einer allgemeinen Nebenkostenliste auftaucht.
Von der Schätzung zur laufenden Kostenkontrolle
Ein Rechner löst die Budgetkontrolle nicht für die gesamte Bauzeit. Sobald konkrete Angebote, Rechnungen und Nachträge entstehen, sollten Plan- und Ist-Kosten je Bauphase nachvollziehbar bleiben. Nutzen Sie dafür den Hausbau-Kostenrechner und führen Sie anschließend Ihr Baubudget in BuildIQ weiter.
Häufige Fragen zum Baunebenkosten-Rechner
Was zählt zu den Baunebenkosten?
Je nach Projekt gehören dazu unter anderem Erwerbsnebenkosten für das Grundstück, Planung und Genehmigungen, Vermessung, Baugrunduntersuchung, Erschließung und Hausanschlüsse, Baustrom und Bauwasser, Versicherungen sowie Finanzierungskosten. Entscheidend ist immer, welche Leistungen bereits im Haus- oder Grundstückspreis enthalten sind.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?
Der Steuersatz hängt vom Bundesland ab. 2026 liegt er zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein. Der Rechner verwendet die zum Stand 2026 veröffentlichten Ländersätze.
Wie viel sollte ich für Notar und Grundbuch einplanen?
Für eine erste Budgetplanung werden häufig etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises angesetzt. Die tatsächlichen Gebühren hängen vom konkreten Rechtsgeschäft, Grundschulden und weiteren Vorgängen ab und richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz.
Sind Baunebenkosten immer 15 bis 20 Prozent?
Nein. Solche Prozentwerte sind nur grobe Orientierungen. Grundstück, Planung, Erschließung, Anschlüsse, Finanzierung und Leistungsumfang können die tatsächliche Summe stark verändern. Deshalb arbeitet der BuildIQ-Rechner mit konkreten, editierbaren Positionen statt einer pauschalen Endsumme.
Kann ich die Rechnung für meine Baufinanzierung verwenden?
Sie können die Berechnung zur eigenen Budgetplanung und Vorbereitung nutzen. Für eine Finanzierung sind jedoch die Vorgaben der Bank sowie tatsächliche Angebote, Gebühren und Nachweise maßgeblich.