BuildIQ · Deutschland · Stand 2026

Baunebenkosten-Rechner

Grundstückskauf, Grunderwerbsteuer und weitere Baunebenkosten transparent zu einem Gesamtbudget zusammenführen – ohne versteckte Pauschalen.

01 — Grundstück & Baukosten

Als Startwert ist der Grundstückspreis eingesetzt. Solange Sie die Bemessungsgrundlage nicht selbst ändern, folgt sie automatisch dem Grundstückspreis. Im Einzelfall kann sie davon abweichen, etwa bei rechtlich oder wirtschaftlich verknüpften Verträgen. Im Zweifel den Wert aus Notariat oder Steuerberatung verwenden.

Grunderwerbsteuer 2026 für Nordrhein-Westfalen: 6,5 %.

02 — Erwerbsnebenkosten

2 % ist nur eine grobe Planungsannahme auf Basis des Grundstückskaufpreises. Die tatsächlichen Gebühren richten sich nach Vorgang, Kaufpreis, Grundschuld und GNotKG.

0 % stehen lassen, wenn kein Makler anfällt. Bei Provision den tatsächlich vereinbarten Käuferanteil eintragen.

03 — Weitere Baunebenkosten

Tragen Sie Angebote oder eigene Planwerte ein. Nicht jede Position fällt bei jedem Projekt an; manche Leistungen können bereits im Hauspreis enthalten sein.

Ergebnis

12.750 €Baunebenkosten gesamt

Gesamtes Projektbudget 512.750 €
Grunderwerbsteuer9.750 €6,5 % von 150.000 € Bemessungsgrundlage
Notar + Grundbuch3.000 €2 % Planungswert
Makler0 €0 % Käuferanteil

Erwerbsnebenkosten12.750 €

Weitere eingetragene Baunebenkosten0 €

Grundstück + Gebäude500.000 €

Projektbudget inkl. Baunebenkosten512.750 €

Einordnung

Planungswerkzeug, keine verbindliche Kosten- oder Steuerberechnung

Baunebenkosten hängen vom Grundstück, Leistungsumfang, Bundesland, Vertrag, Finanzierung und Projekt ab. Prüfen Sie vor Kauf oder Finanzierung die tatsächlichen Gebühren, Angebote und die steuerliche Bemessungsgrundlage. Bei Förderungen oder Sonderfällen können zusätzliche Regeln gelten.

Baubudget richtig planen

Warum Baunebenkosten separat ins Budget gehören

Der Hauspreis allein ist nicht das Projektbudget. Beim Grundstückskauf entstehen unter anderem Grunderwerbsteuer sowie Notar- und Grundbuchkosten. Rund um den Bau kommen je nach Projekt weitere Positionen hinzu. Interhyp weist für Baunebenkosten als grobe Orientierung häufig auf 15 bis 20 Prozent hin – die tatsächliche Summe hängt aber stark vom Einzelfall ab. Genau deshalb rechnet dieses Werkzeug Position für Position statt mit einer versteckten Pauschale.

Grunderwerbsteuer nach Bundesland

Die Länder setzen unterschiedliche Grunderwerbsteuersätze fest. Nach der Übersicht des Deutschen Notarinstituts mit Stand 28. Januar 2026 reichen sie von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein. Bremen liegt seit 1. Juli 2025 bei 5,5 Prozent. Der Rechner übernimmt den Satz automatisch aus dem ausgewählten Bundesland.

Notar und Grundbuch nicht mit Grunderwerbsteuer verwechseln

Notar- und Grundbuchkosten sind eigene Erwerbsnebenkosten. Für die grobe Budgetplanung werden häufig rund 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises verwendet. Im Rechner ist der Planungswert bewusst editierbar, weil Grundschuld, Art des Rechtsgeschäfts und weitere Vorgänge die tatsächlichen Gebühren verändern können.

Welche weiteren Positionen sollten Bauherren prüfen?

Baugrundgutachten, Vermessung, Genehmigungen, Fachplanung, Erschließung, Hausanschlüsse, Baustrom und Bauwasser, Versicherungen oder Finanzierungskosten können außerhalb des eigentlichen Hauspreises liegen. Bei schlüsselfertigen Angeboten lohnt sich deshalb immer der Abgleich mit Bauvertrag und Baubeschreibung: Eine Position darf nicht doppelt kalkuliert werden, nur weil sie in einer allgemeinen Nebenkostenliste auftaucht.

Von der Schätzung zur laufenden Kostenkontrolle

Ein Rechner löst die Budgetkontrolle nicht für die gesamte Bauzeit. Sobald konkrete Angebote, Rechnungen und Nachträge entstehen, sollten Plan- und Ist-Kosten je Bauphase nachvollziehbar bleiben. Nutzen Sie dafür den Hausbau-Kostenrechner und führen Sie anschließend Ihr Baubudget in BuildIQ weiter.

Quellen & Stand

Grunderwerbsteuersätze: Deutsches Notarinstitut, Übersicht „Aktuelle Grunderwerbsteuersätze“, Stand 28.01.2026. Einordnung Notar/Grundbuch und Baunebenkosten: Interhyp, abgerufen September 2026. Steuer- und Gebührenregeln können sich ändern; maßgeblich sind die aktuellen gesetzlichen und individuellen Vorgaben.

DNotI: aktuelle Grunderwerbsteuersätze · Interhyp: Notar- und Grundbuchkosten · Interhyp: Baunebenkosten

Häufige Fragen zum Baunebenkosten-Rechner

Was zählt zu den Baunebenkosten?

Je nach Projekt gehören dazu unter anderem Erwerbsnebenkosten für das Grundstück, Planung und Genehmigungen, Vermessung, Baugrunduntersuchung, Erschließung und Hausanschlüsse, Baustrom und Bauwasser, Versicherungen sowie Finanzierungskosten. Entscheidend ist immer, welche Leistungen bereits im Haus- oder Grundstückspreis enthalten sind.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer 2026?

Der Steuersatz hängt vom Bundesland ab. 2026 liegt er zwischen 3,5 Prozent in Bayern und 6,5 Prozent in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein. Der Rechner verwendet die zum Stand 2026 veröffentlichten Ländersätze.

Wie viel sollte ich für Notar und Grundbuch einplanen?

Für eine erste Budgetplanung werden häufig etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises angesetzt. Die tatsächlichen Gebühren hängen vom konkreten Rechtsgeschäft, Grundschulden und weiteren Vorgängen ab und richten sich nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz.

Sind Baunebenkosten immer 15 bis 20 Prozent?

Nein. Solche Prozentwerte sind nur grobe Orientierungen. Grundstück, Planung, Erschließung, Anschlüsse, Finanzierung und Leistungsumfang können die tatsächliche Summe stark verändern. Deshalb arbeitet der BuildIQ-Rechner mit konkreten, editierbaren Positionen statt einer pauschalen Endsumme.

Kann ich die Rechnung für meine Baufinanzierung verwenden?

Sie können die Berechnung zur eigenen Budgetplanung und Vorbereitung nutzen. Für eine Finanzierung sind jedoch die Vorgaben der Bank sowie tatsächliche Angebote, Gebühren und Nachweise maßgeblich.